Europäischer Agrarmarkt: Gemeinsame Ziele

8. Oktober 2009

Die Ziele der gemeinsamen EU-Agrarpolitik wurden in Artikel 33 des EG-Vertrags festgehalten, und beinhalten insbesondere die folgenden Punkte:

Das erste und wichtigste Ziel ist die Steigerung der Produktivität in der landwirtschaftlichen Erzeugung durch technischen Fortschritt und Rationalisierung sowie der bestmögliche Einsatz der Produktionsfaktoren. Es handelt sich hierbei um ein Effiziensziel. Das zweite Ziel ist die Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens für die in der Landwirtschaft tätigen Personen und die Gewährleistung einer angemessenen Lebenshaltung.[1] Mit Hilfe dieses Zieles will man  auf die Verteilung der Einkommen Einfluss nehmen. Das Ziel, die Märkte zu stabilisieren, dient meist der weitgehenden Abschirmung gegenüber Preis- und  Produktionsschwankungen.[2] Außerdem wollte man die Verbraucher zu angemessenen Preisen beliefern und ihre Versorgung sichern. Die Zielformulierung richtete sich nach dem Grundprinzip des EWG-Vertrages, den Gemeinsamen Markt als Wettbewerbsmarkt zu gestalten. Die Ziele wurden so formuliert, dass sie weitgehend mit den gesamtwirtschaftlichen Zielen der Gemeinschaft harmonieren.

Ziele der EU-Agrarpolitik:

  • Steigerung der Produktivität in der Erzeugung landwirtschaftlicher Güter
  • Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens im landwirtschaftlichen Sektor
  • Stabilisierung des Marktes für landwirtschaftliche Erzeugnisse
  • Beliefern der Verbraucher zu angemessenen Preisen
  • Versorgung der Verbraucher sicherstellen

[1] Vgl. Urff, W. (2002), S.425

[2] Vgl. Henrichsmeyer, W. (1991), S.47f

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