Immer mehr Süßigkeiten und Snacks tragen das Bio-Siegel

26. März 2013

Bio liegt im Trend! War Nachhaltigkeit vor einigen Jahren noch nur etwas für „Eingeweihte“, gibt es heute in jedem Supermarkt und sogar in den Discountern Bio-Produkte. Die hohe und höher werdende Nachfrage führte dazu, dass nicht nur Grundprodukte wie beispielsweise Gemüse oder Fleisch in Bio-Qualität angeboten werden, sondern inzwischen auch weiterverarbeitete Produkte bis hin zu kompletten Fertiggerichten. Auch Bio-Schokolade und Süßigkeiten bilden dabei keine Ausnahme – im Gegenteil. Immer mehr dieser Produkte tragen das Bio-Siegel.

Aber was heißt eigentlich Bio?

Bio ist ein gesetzlich geschützter Begriff. Wenn Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. Aber was bedeutet Bio?

Die Bezeichnung „Bio“ bzw. „ökologisch“ dürfen nur Produkte tragen, die die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung erfüllen. Das heißt unter anderem, dass beim Anbau von Pflanzen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und kein leicht löslicher mineralischer Dünger eingesetzt werden dürfen. Auch auf die Erhaltung des Bodens muss durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen geachtet werden. In der Tierzucht müssen Bestimmungen zur artgerechten Haltung eingehalten werden und auch das Futter der Tiere muss – zu mindestens 95 Prozent – ökologisch hergestellt sein. Zudem müssen die Produkte mit einer Code-Nummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle versehen sein.

Erkennbar sind Bio-Produkte durch das EU-weit einheitliche, grüne Bio-Siegel mit dem aus weißen Sternen geformten Blatt. Darüber hinaus dürfen auch nationale Bio-Siegel, wie beispielsweise das staatliche Bio-Siegel,  verwendet werden. In Deutschland ist dies das weiße, sechseckige Siegel mit grünem Rand und dem Schriftzug „BiO nach EG-Öko-Verordnung“. Ebenfalls möglich sind Siegel privater Anbieter, die die Verordnung ebenfalls einhalten müssen und sich häufig sogar selbst noch strengeren, eigenen Vorgaben unterwerfen.

Was heißt Bio nicht?

Viele Menschen bringen Bio mit Gesundheit in Verbindung. Die mag nicht ganz falsch gewesen sein, als das Angebot an Bio-Produkten noch fast nur aus Obst und Gemüse bestand. Ganz richtig war es allerdings auch damals nicht: „Bio“ bezieht sich nur auf die Art und Weise der Herstellung eines Produktes – über seine Nützlichkeit oder Schädlichkeit für die Konsumenten und Konsumentinnen wird damit keine Aussage getroffen. Das gilt natürlich auch für Süßigkeiten und Snacks, die im immer größer werdenden Umfang auch in Bio-Qualität angeboten werden. Im Vergleich zu industriell hergestellten Produkten werden diese zwar wahrscheinlich weniger schädliche künstliche Bestandteile enthalten – dennoch: Zucker bleibt Zucker und Fett bleibt Fett.

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