Die Firma Ensol AS hat eine neue Technologie für Solarzellen entwickelt und zum Patent angemeldet. Die revolutionären Solarzellen bestehen aus einem dünnen Film, welcher beispielsweise auf Fenster gestrichen werden kann. Ein weiterer Clou dabei ist, dass die Solarzellen dabei gerade mal 8-10% des eintreffenden Lichts absorbieren und die Scheiben dadurch lediglich leicht getönt sein sollen. Ferner ist es möglich Wände von Häusern mit dem „Solarfilm“ zu streichen. Hier ist der Wirkungsgrad darüber hinaus größer, da ein größerer Teil des eintreffenden Lichtspektrums absorbiert werden kann. Angestrebt wird ein Wirkungsgrad von mindestens 20 Prozent. Durch die neue Methode können bisher nicht für Solarenergie erschließbare Bereiche erschlossen werden. Die zur Verfügung stehenden Flächen, für die Nutzung durch Solaranlagen, könnte dadurch um ein Vielfaches vergrößert werden.
Die Technologie befindet sich zurzeit noch in der Entwicklungsphase – geplant ist der Markteintritt für 2016. Für die weitere Entwicklung, bis hin zur Marktreife, hat sich Ensol AS mit der Universität Leicester einen starken Partner an die Seite geholt. Ein erstes Treffen für die Planung der Zusammenarbeit fand am 10.08.2010 statt. Chris Binns, Professor für Nanotechnologie an der Universität Leicester teilte mit, dass er die Zusammenarbeit für eine sehr gute Chance halte, eine neue Methode zur Nutzung der Solarenergie zu entwickeln. Dazu gilt es nun zunächst einen Prototyp zu entwickeln und diesen anschließend zur Marktreife zu bringen.
Im Laufe der Erdgeschichte gab es zahlreiche Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre und den in ihr enthaltenen Luftschadstoffen. Hierfür waren – und sind – unterschiedlichste Faktoren verantwortlich. Spätestens seit der Industrialisierung änderte sich die Relation, von durch Menschen verursachten Verschmutzungen und dem Anteil an natürlichen Phänomenen, zu Lasten der Menschen. Doch wie sieht die Situation mit der Luftverschmutzung in Deutschland im Jahr 2010 aus?
Verschmutzung der Luft durch Feinstaub
Grenzwerte für Feinstaub (PM10)
Seit dem 01.01.2005 ist der Grenzwert für Feinstaub in Kraft und beträgt seit dem 50 µg/m3. Der Grenzwert darf im Jahresmittel nicht mehr als an 35 Tagen im Jahr den Richtwert übersteigen. Anzumerken ist, dass in Deutschland zurzeit eine Übergangsfrist in Kraft ist, welche es erlaubt, den Grenzwert auch öfters zu überschreiten. Die Übergangsfrist endet am 11.06.2011, jedoch hat die Bundesregierung bereits angekündigt von der Möglichkeit einer Fristverlängerung Gebrauch zu machen. Betrachtet man die aktuellen Zahlen der Feinstaubmessung, wird schnell klar, das es hier noch einiges vorzubereiten gilt.
Es folgt eine Übersicht der Top25 in Bezug auf die Anzahl an Grenzwertüberschreitungen (vorläufige Prognose für 2010):
Grenzwertüberschreitungen im Jahr 2010 für Feinstaub (Tagesmittel, Limit: 50 µg/m³)
Messmethode: kontinuierlich, Stand 4.8.2010
München – Landshuter Allee
50
Berlin – Mariendorf
45
Frankfurt (Oder) – Leipziger Str.
42
München – Stachus
38
Mühlhausen – Wanfrieder Str.
37
Augsburg – Königsplatz
36
Cottbus – Bahnhofstr.
36
Bernau – Lohmühlenstr.
35
Leipzig – Lützner Str. 36
34
Eberswalde – Breite Straße
33
Potsdam – Großbeerenstr.
33
Halle – Paracelsusstr.
31
Augsburg – Karlstraße
30
Potsdam – Zeppelinstr.
30
Hannover – Verkehr
30
Mühlhausen – Kiliansgr.
30
Görlitz
29
Berlin – Hardenbergplatz
28
Berlin – Schöneberg-Belziger Straße
28
Brandenburg – Neuendorfer Str.
28
Oberhausen – Mülheimer Str.117
28
Erfurt – Bergstr.
28
München – Prinzregentenstraße
27
Berlin – Mitte, Brückenstraße
27
Grenzwerte für Kohlenmonoxid
Der Grenzwert für Kohlenmonoxid ist seit dem 01.01.2005 in Kraft und dient dem Schutz der Menschen und der Umwelt. Der Grenzwert wird in einem 8-Stunden-Mittel festgelegt und überwacht. Der Mittelwert darf dabei einen Wert von 10 mg/m3 innerhalb eines Tages nicht übertreten.
Mittelwerte der Kohlenmonoxidkonzentration in der BRD
Grenzwert für Ozon
Der Grenzwert für Ozon ist in der EU Richtlinie 2002/3/EG für „Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit“ festgelegt. Die Richtlinie wurde am 11.06.2010 durch die neuen Luftqualitätsrichtlinie abgelöst.
Nach der 3. EU Richtlinie 2002/3/EG für “Grenzwerte zum Schutze der Gesundheit” (zum 11. Juni 2010 abgelöst durch die neue Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG) gelten die folgenden Grenzwerte:
1-Stunden-Konzentration > 180 μg/m3: Information der Bevölkerung
1-Stunden-Konzentration > 240 μg/m3: Warnung der Bevölkerung
Der eigentliche Grenzwert für Ozon liegt demnach bei 120 μg/m3, gemessen in einem 8-Stunden-Mittel. Dieser Wert darf an maximal 25 Tagen im Jahr überstiegen werden. Die Grenze soll bis zum Jahr 2020 dahingehend verschärft werden, dass die Anzahl der aktuell erlaubten Überschreitungen auf Null herabgesetzt wird.
Das folgende Tortendiagramm zeigt an, wie viele Messstationen den geltenden Grenzwert im Jahresmittel überschritten haben.
Ozon-Grenzwerte Überschreitungen
Grenzwerte für Schwefeldioxid
Schwefeldioxid unterliegt seit dem 01.01.2005 einem Grenzwert. Gemessen wird dieser in einem 1-Stunden-Mittel. Der Grenzwert liegt bei 350 µg/m3 und darf an höchstens 24 Tagen im Jahr überschritten werden. Der Tagesgrenzwert von 125 µg/m3 darf nicht öfter als dreimal im Kalenderjahr überschritten werden. Zur Bestimmung der Schwefeldioxidkonzentrationen wird das UV-Fluoreszenz-Verfahren angewandt. In Deutschland werden die zulässigen Höchstwerte fast nie überschritten.
Grenzwerte für Stickstoffdioxid
Zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt wurde für Stickstoffdioxid ein 1-Stunden-Grenzwert von 200 µg/m3 festgelegt. Dieser Richtwert darf höchstens 18mal im Kalenderjahr überschritten werden. Der Jahresgrenzwert beträgt 40 µg/m3. Es folgt ein Überblick über die unterschiedlichen Grenzwerte für NO2:
Bezeichnung
Mittelungs-
zeitraum
Grenzwert
Zeitpunkt bis Zielerreichung
Toleranzmarge
Stunden-Grenzwert
für den Schutz der menschlichen
Gesundheit
1 Stunde
200 µg/m3 NO2 max. 18mal pro Jahr überschreiten.
1. Januar 2010
Bei Inkrafttreten: 100 µg/m³; jährliche Reduzierung um 10 µg/m³ (10 Prozent)
Jahresgrenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit
Kalenderjahr
40 µg/m3 NO2
1. Januar 2010
bei Inkrafttreten: 20 µg/m³; jährliche Reduzierung um 2 µg/m³ (10 Prozent)
Jahresgrenzwert für den Schutz der Vegetation
Kalenderjahr
30 µg/m3 NOX
19. Juli 2001
keine
Wie man anhand der nachfolgenden Übersicht erkennen kann, werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid vor allem in Südwestdeutschland überschritten. In zahlreichen Städten sieht das Bild jedoch relativ ähnlich aus.
Messwerte der Stickstoffdioxidbelastung in der BRD
Abschließend lässt sich feststellen, dass die Konzentration an Luftschadstoffen in Deutschland seit 1990 stetig gesunken ist. Die Reduktion der Schadstoffe korreliert direkt mit dem Grad der Luftverschmutzung, weshalb diese im betrachteten Zeitraum ebenfalls rückläufig war.
Nach offizielen Angaben zufolge wird Deutschland die gesteckten Ziele für die Entwicklungspolitik nicht einhalten. Der Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lässt erkennen, dass Deutschland vermutlich nur 0,4 Prozent des Bruttosozialprodukts (BSP) für die Entwicklungshilfe aufwenden wird. Das angestrebte Ziel der Deutschen Entwicklungshilfe – auf welches man sich auf internationaler Ebene geeinigt [...]
Ich habe mich vor ein paar Tagen mit Googles neuem Dienst “Public Data Explorer” auseinandergesetzt. Die dort bereitgestellten Daten sind zwar noch relativ beschränkt (Weltwirtschaft, Wachstum, Sterblichkeitsraten usw), aber der eine oder andere interessante Einblick kann einem bereits gewährt werden. Die Kennzahlen der Weltwirschaft kommen beispielsweise von der Weltbank – die Datenquellen sind durchweg von [...]